„Es kann nicht sein, dass alle drei Stunden ein Kind auf Österreichs Straßen verunglückt“, kritisiert Stephanie Cox, Verkehrssprecherin von JETZT, die derzeitige Gesetzeslage bei der Verkehrssicherheit. „Die neuesten Zahlen des Kuratoriums für Verkehrssicherheit (KFV) und auch die von BürgerInnen initiierte Petition zu verpflichtenden Abbiegeassistenten bei LKWs beweisen wieder einmal, dass die wichtigsten Maßnahmen bei der Verkehrssicherheit noch immer nicht gesetzt wurden.“ Diese Bundesregierung scheint sich allerdings gerade darüber nicht den Kopf zu zerbrechen: Bei der letzten Plenarsitzung wurde der Startschuss für „Rechtsabbiegen bei Rot“ für AutofahrerInnen gegeben. Auch Tempo 140 ist eine weitere Maßnahme, die den Verkehr unsicherer macht.

„Wir wissen aus Studien, dass beim ‚Rechtsabbiegen bei Rot‘ genau die schwächsten VerkehrsteilnehmerInnen, etwa FußgängerInnen oder RadfahrerInnen, vor allem aber Kinder, extrem gefährdet werden. Das bestätigen uns auch VerkehrsexpertInnen der TU Wien“, erklärt Cox. „Es ist verantwortungslos, bei diesen Maßnahmen für die Verkehrsicherheit tatenlos zu bleiben“, so die Verkehrssprecherin.

JETZT fordert Sicherheitsmaßnahmen für Kinder statt Rechtsabbiegen für Autos

„Wir fordern den zuständigen Minister Hofer auf, gefährliche Experimente sein zu lassen! Die wichtige Petition für verpflichtende Abbiegeassistenten bei LKWs ist ernst zu nehmen. Verkehrssichernde Maßnahmen wie ein verpflichtender Abbiegeassistent bei LKWs oder Rechtsabbiegen für RadfahrerInnen müssen endlich durchgesetzt werden“, fordert Cox abschließend.