Im heutigen ExpertInnen-Hearing im Unterrichtsausschuss herrschte Einigkeit darüber, dass ein Kopftuchverbot für Volksschülerinnen eine von vielen sinnvollen Maßnahmen sein kann. Allerdings ist man sich nicht einig, wie man diese Maßnahme umsetzen soll und ob das als Einzelmaßnahme Sinn macht. „Es muss eine breite Diskussion zur Rolle von Religion und religiösen Symbolen in der Schule geführt werden. Das große gemeinsame Ziel muss es sein, die Schule zu einem religionsfreien Raum zu machen, erst dann können die Einzelschritte festlegt werden“, so Stephanie Cox, Bildungssprecherin des Parlamentsklubs JETZT. „Vor einigen Monaten haben wir über das Kopftuchverbot in Kindergärten diskutiert, heute über jenes in Volksschulen und morgen diskutieren wir dann über das Kopftuchverbot bei Lehrerinnen. Das Thema wird von der Regierung medial am Köcheln gehalten, um von ihrer unsozialen Politik abzulenken, wie beispielsweise die Kürzung der Mindestsicherung.“

Stephanie Cox plädiert für ernstgemeinte Diskussionen über die Rolle von Religion im öffentlichen Raum, über Integration und über die Bekämpfung fundamentalistischer Weltanschauungen.