Türkis-Blau lehnte gestern im Nationalrat den Antrag von JETZT auf Herabsetzung der Umsatzsteuer für Menstruationshygieneprodukte, wie Tampons und Binden, ab.

„Für Tampons, Binden und Schmerzmittel müssen Frauen wegen ihrer Monatsblutung regelmäßig tief in die Tasche greifen. Australien ist 2018 mit gutem Beispiel vorangegangen, Island hat diese Woche eine Steuersenkung durchgesetzt. In Österreich werden nach wie vor Monatshygieneprodukte mit 20 Prozent höher besteuert als Kaviar, Viagra oder Opernbesuche. Diese Ungerechtigkeit gilt es zu beseitigen, und zwar jetzt“, sagt Stephanie Cox, Gleichbehandlungssprecherin von JETZT.

„Die türkis-blaue Ablehnung spricht Bände: Ich frage mich, was biologisch notwendige Hygieneprodukte für ÖVP und FPÖ zu einem Luxusartikel machen? Das geht völlig an der Lebensrealität von Millionen Österreicherinnen vorbei“, meint Cox.

Menstruationshygieneprodukte sind eine absolute Notwendigkeit für Frauen. „Daher wollten wir eine Herabsetzung der Besteuerung auf 10 Prozent erwirken – der Regelsteuersatz für Güter des täglichen Bedarfs. Das ist ein wichtiger frauenpolitischer Schritt. Frauenpolitik betrifft uns alle. Sie betrifft auch ganz Alltägliches und scheinbar Profanes, und genau dort muss sie auch ansetzen“, fordert Alma Zadic, Konsumentenschutzsprecherin von JETZT.