JETZT wird Regierung bei Umsetzung der Urheberrechtsreform auf die Finger schauen

„Der 26.03.2019 wird als der Tag in die Geschichte eingehen, and dem das Internet den Technologie- und Medienriesen überlassen wurde“, sagt Stephanie Cox, Digitalisierungssprecherin von JETZT. Nachdem am Dienstag 348 EU-Abgeordnete für die Urheberrechtsreform gestimmt und diese somit beschlossen haben, will Cox dennoch nicht aufgeben.

Cox wendet sich an die mehr als fünf Millionen EuropäerInnen, die die #savetheinternet-Petition unterschrieben haben: “Ihr habt Großartiges auf die Beine gestellt.” Cox, Digitalisierungs- und Jugendsprecherin von JETZT, ist begeistert über die vielen jungen Stimmen in der Diskussion rund um die Urheberrechtsreform.

Jetzt komme es darauf an, die Urheberrechtsreform auf nationaler Ebene verantwortungsvoll und weitsichtig umzusetzen: „Ich fordere unsere Regierung, vor allem Medienminister Blümel, dazu auf, die Stimmen der Menschen ernst zu nehmen, die sich gegen Artikel 11 und 13 eingesetzt haben.”

Dass Blümel die EU-Abgeordneten am Montag in einem offenen Brief dazu ermutigt hat, für das Gesamtpaket der Urheberrechtsreform zu stimmen, kritisiert Cox scharf: „Es geht bei der Reform nicht nur um den Kampf zwischen MedienmacherInnen und Internetkonzernen, wie Herr Blümel sagt. Es geht um die vielen Millionen Kreativen und InhaltsmacherInnen, die durch den Einsatz von Uploadfiltern massiv eingeschränkt und zensiert werden.“

Cox kündigt an, dass sie bei der Umsetzung der Reform auf nationaler Ebene besonders kritisch auf entsprechende Gesetzesentwürfe schauen wird: „Meine Mission bleibt die der fünf Millionen: #savetheinternet.“