„Die gestrige Entscheidung des Sozialausschusses, den Ländern die durch die Abschaffung des Pflegeregresses entstandenen Einmalkosten in Höhe von zusätzlich 200 Millionen Euro im Jahr 2018 zu ersetzen, war ein richtiger Schritt. Es war die notwendige Konsequenz aus der bereits 2017 beschlossenen Abschaffung des Pflegeregresses“, freut sich die Sozialsprecherin der Liste Pilz, Daniela Holzinger.

Der Regress begünstigte nämlich jene, die nicht vorsorgten, sich kein Eigentum schufen und nichts für Kinder und Enkel sparten. Ihre Pflegekosten übernahm dann auch zu Zeiten des Regresses der Staat. Alle anderen Pflegebedürftigen aber wurden, über den Schicksalsschlag der Pflegebedürftigkeit hinaus, durch diese bis zu 100 prozentige Erbschaftssteuer zusätzlich gestraft.

„Es entzieht sich in der Regel dem eigenen Einfluss, ob man im Alter pflegebedürftig wird oder sich einer guten Gesundheit erfreuen darf. Es ist also nur gerecht, das Risiko der einzelnen gesellschaftlich als Solidargemeinschaft zu tragen, um den individuellen Schicksalsschlag zumindest finanziell abfedern zu können“, meint Holzinger.