„Durch Videos von bekannten Tierschutzorganisationen wird uns immer wieder vor Augen geführt, dass Tiere auf ihrem Transportweg zum häufig weit entfernten Schlachthof oft furchtbaren Qualen ausgesetzt sind. Es ist nicht selten der Fall, dass Tiere auf dem Transportweg verenden, weil die Bedingungen einfach katastrophal sind“, empört sich Daniela Holzinger, Gesundheits- und Tierschutzsprecherin von JETZT.

Holzinger fordert besseren Schutz der Tiere und strengere Kontrollen bei Transporten innerhalb und außerhalb der EU

Es gibt EU-Vorschriften, welche den Schutz und das Wohlbefinden der Tiere während des Transports sicherstellen sollen. Holzinger dazu: „Die Einhaltung bzw. die bessere Durchsetzung dieser Bestimmungen ist unabdinglich, um den Tieren ihr Leid beim Transport zu nehmen. Des Weiteren müssen mehr unangekündigte Kontrollen durchgeführt werden, denn nur so kann die Anzahl der Verstöße minimiert werden. Für mich sind längere Tiertransporte und das Wohlbefinden von Tieren nicht miteinander vereinbar. Wenn Tiere tagelang ohne ausreichende Versorgung mit Wasser und Futter in einem Transportmittel eingepfercht und dazu gezwungen sind, auf einer dicken Schicht ihrer eigenen Exkremente auszuharren, bis sie dann durch einen gewaltvollen Tod im Schlachthof ihre Endstation erreicht haben, kann dies nicht mit den EU-Bestimmungen in Einklang sein“, erklärt die Gesundheits- und Tierschutzsprecherin.

Im EU-Parlament wurde gestern, am 14. Februar 2019, eine Entschließung mit 411 Stimmen (43 Gegenstimmen, 110 Enthaltungen) angenommen, in welcher die EU und ihre Mitgliedstaaten aufgefordert werden, die bestehenden Vorschriften zum Schutz der Tiere beim Transport besser durchzusetzen, vermehrt und unangekündigt zu kontrollieren, Straftäter nicht ungestraft zu lassen sowie die Transportzeiten auf ein Mindestmaß zu beschränken. „Hoffentlich kann diese Entschließung auch den notwendigen Druck auf die Kommission und die EU-Mitgliedstaaten ausüben, um deutliche Verbesserungen für die transportierten Tiere zu erreichen“, so Holzinger.

„Bereits im November habe ich dazu einen Antrag ins Plenum eingebracht, welchen wir für den nächsten Gesundheitsausschuss auf die Tagesordnung setzen werden, um dieses wichtige Thema auch in Österreich in den Fokus zu rücken“, sagt Holzinger.

Hier der Link zum Antrag: https://www.parlament.gv.at/PAKT/VHG/XXVI/A/A_00510/index.shtml