„Ich freue mich, dass die Präsidentin des ÖVP-Seniorenbundes, Ingrid Korosec, unsere Kritik am Ministeriumsvorschlag für ein unverbindliches Gütesiegel für die 24-Stunden Betreuung teilt. Betroffene müssen sich wirklich darauf verlassen können, dass sich ein Gütesiegel an objektivierbaren, verpflichtenden Qualitätskriterien orientiert. Um diese gesetzlich festzuschreiben, werden wir im Parlament einen entsprechenden Antrag einbringen. Ich hoffe, dass die Regierungsseite da gesprächsbereit ist“, meint Daniela Holzinger, Gesundheitssprecherin von JETZT.

Die Erfahrungen mit der Arbeit der Vermittlungsagenturen in den vergangenen Jahren ergibt drei Punkte, die für eine gute Betreuung unabdingbar sind: „ Einer Vermittlungsagentur, die die Qualitätsstandards in der 24-Stunden Betreuung nicht einhält und die somit nicht Gütesiegel-fähig ist, ist die Betreuung von Patienten zu untersagen. Die Betreuungspersonen müssen verpflichtend eine Grundausbildung absolvieren, die sich an der Ausbildung zur Heimhilfe orientiert ist, da in der Praxis der 24-Betreuung pflegerische Tätigkeiten unvermeidbar sind. Und schließlich müssen die Betreuungspersonen verpflichtend ein Deutschdiplom (ÖSD oder ÖiF) auf dem Niveau B1 nachweisen, da die Betreuung wesentlich aus Kommunikation besteht“, so skizziert Holzinger die Stoßrichtung des Antrags der Oppositionsfraktion.