Wien (OTS) – Gerade der Schutz von Kindern und Jugendlichen vor Passivrauch ist Daniela Holzinger, Familien- und Gesundheitssprecherin von JETZT, ein Anliegen: „Obwohl seitens der Regierung stets von einem Betretungsverbot von Raucherräumen in der Gastronomie für Kinder gesprochen wird, gibt es dieses bis heute nicht. Kinder und Jugendliche werden noch immer dem Passivrauch ausgesetzt, was für mich unverantwortbar ist. Kinder und Jugendliche haben, egal ob als Gäste oder als Lehrlinge, nichts in verqualmten Räumen verloren und müssen hier den höchstmöglichen Schutz erfahren. Während man in den PKW nicht mehr rauchen darf, wenn sich darin Personen unter 18 Jahren befinden, fehlen in der Gastronomie jegliche Schutzbestimmungen, womit selbst Kleinkinder zum Passivrauchen verurteilt sind. Ich werde daher einen Antrag zum Schutz von Kindern und Jugendlichen vor Passivrauch einbringen.“

JETZT kündigt eigenen Antrag zum Schutz von Kindern und Jugendlichen vor Passivrauch an

Holzinger kritisiert neben den fehlenden Schutzbestimmungen auch den Umgang mit diesem Thema seitens der Regierungsfraktionen, die fälschlicherweise immer wieder von einem Betretungsverbot sprechen. So meinte etwa der ÖVP-Abgeordnete Obernosterer in der Nationalratssitzung vom 11.12.2018: „Unter 18-Jährige dürfen in keinen Raucherbereich mehr hineingehen“, was ebenso falsch ist, wie die Aussage von ÖVP-Generalsekretär Karl Nehammer in einer ORF-Diskussionssendung (Runder Tisch, 08.10.2018), wo er meinte, dass sich Jugendliche unter 18 Jahren nicht mehr in Räumlichkeiten aufhalten dürfen, in denen geraucht wird.

Holzinger meint dazu: „Vertreter der ÖVP halten die Bevölkerung bewusst für dumm was den Nichtraucherschutz anbelangt, um die Aufhebung des Rauchverbots und die Ignoranz gegen 882.000 UnterstützerInnen des Don’t Smoke Volksbegehrens zu legitimieren. Man rühmt sich mit Nichtraucherschutzmaßnahmen, die es schlichtweg nicht gibt und das ist, gerade wo es um die Gesundheit von Kindern und Jugendlichen geht, eine Frechheit!“