„Beim Thema Impfen gibt es eine bürgerliche Verantwortung, dass sich jene, die sich impfen lassen können, dies auch tun, um die Schwächsten zu schützen. Und das sind nun mal Babys, Kleinkinder, kranke und ältere Menschen. Die eventuellen Nebenwirkungen einer Impfung stehen zu den Folgen einer Epidemie – wie es etwa bei Masern der Fall sein kann – in keinem Verhältnis“, führt Daniela Holzinger, Gesundheitssprecherin von JETZT und Mitglied des Gesundheitsausschusses des Nationalrats, aus.

Den Ankündigungen der Ministerin müssen Taten folgen – Es gibt die Pflicht des Staates, die Schwächsten zu schützen

Eine Durchimpfungsrate von zumindest 95 Prozent muss das Ziel sein. „Ich glaube nicht, dass wir das mit einem verpflichtenden Impfgespräch im Rahmen des Mutter-Kind-Passes erreichen werden. Es muss die Pflicht des Staates sein, dort einzugreifen und die Gemeinschaft zu schützen, wo die individuelle Entscheidung zur Gefahr für alle werden kann“, präzisiert Holzinger. „Das ist rechtlich auch möglich. Die Gesundheitsministerin hat daher die Aufgabe, schnell und konsequent zu handeln. Durch reine Ankündigungspolitik wird kein einziges Leben geschützt“, kritisiert Holzinger. Sollte nicht schnellstens etwas in diese Richtung passieren, kündigt die Gesundheitssprecherin von JETZT einen entsprechenden Initiativantrag im Parlament an.