Im Zuge des Budgetbegleitgesetzes 2018-2019 wurde die Einführung eines Fotos auf der e-Card beschlossen. Das Ziel der blauen Prestigemaßnahme dabei war, Sozialmissbrauch insbesondere durch die Weitergabe von e-Cards zu unterbinden. Ein Problem, das laut Sozialsprecherin Holzinger zwar existiere, die Kosten der vorgeschlagenen Maßnahme würden die Einsparungen jedoch bei Weitem übertreffen, wie eine Anfragebeantwortung aus dem Jahr 2017 zeigt: „In den Jahren 2014-2016 wurden lediglich 812 Fälle von bestätigtem oder vermutetem e-Card-Missbrauch registriert. Multipliziert man diese Zahl nun mit den 300 Euro, was der durchschnittlichen Schadenshöhe der bestätigten Fälle in Wien (WGKK Wiener Gebietskrankenkasse) entspricht, so erhalten wir eine Schadenshöhe von rund 250.000 Euro im Beobachtungszeitraum. Berücksichtigt man auch noch eine gewisse Dunkelziffer, kann man also von maximal 300.000 Euro Schaden in den Jahren 2014-2016 und damit von rund 100.000 Euro Schaden pro Jahr ausgehen.

„Jeder Betrugsfall ist einer zu viel, diese Maßnahme schießt übers Ziel hinaus und kommt uns allen teuer zu stehen“

Stellt man diesem Wert nun die prognostizierten Kosten der Einführung eines Fotos auf e-Cards in der Höhe von rund 32,5 Mio. Euro gegenüber, so ist erkennbar, dass sich die Maßnahme erst in rund 300 (!) Jahren rechnen wird. Das Vorhaben ist damit ökonomisch unsinnig und wird den Menschen unterm Strich ganz einfach nichts bringen aber viele Millionen kosten“, rechnet Holzinger vor, die die Regierung überdies auffordert, statt eines unsinnigen und teuren Placebo-Fotos lieber in die Verbesserung der Leistungen für Versicherte zu investieren.