„Aus Praxisberichten von Beschäftigten in den Wiener Krankenhäusern wissen wir, dass die Beschäftigten überlastet sind. Nun beschwert sich der Personalvertreter aus dem Sozialmedizinischen Zentrum Ost, dass dort die Übergabezeiten auf nominell 15 Minuten verkürzt werden. Die Regel ist aber 30 Minuten“, kritisiert Daniela Holzinger, Gesundheitssprecherin der Liste Pilz.

Wir müssen die Pflegekräfte in den Krankenhäusern entlasten und nicht durch realitätsfremde Vorgaben unter Druck setzen

„Die Vorgabe kommt offenbar von oben und sollte sofort zurückgenommen werden. Entweder gehen durch überhastete Übergaben wichtige Informationen verloren, oder aber man zwingt die Beschäftigten, unbezahlte Überstunden abzuleisten. So machen wir die sozialen Berufe sicher nicht attraktiver“, meint Holzinger.

Die Gewerkschaftsfraktion „Konsequente Interessenvertretung/Unabhängige GewerkschafterInnen“ hat in einer Presseaussendung auf diese Situation aufmerksam gemacht. Die unabhängigen GewerkschafterInnen der KIV/UG fordern darin in der Pflege eine einheitliche Dienstübergangszeit von 30 Minuten für alle Akutstationen mit mehr als 30 Betten. „Ich unterstütze diese Forderung ausdrücklich und fordere die Verantwortlichen auf, diese realitätsfremde Regelung aufzugeben“, meint Holzinger.

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