Wie Standard und Kurier berichteten, streicht das Sozialministerium fünf Fragen der Statistik Austria zu Überstundenbezahlung und Arbeitszufriedenheit aus der diesjährigen EU-weiten Mikrozensusumfrage heraus. Begründet wurde der Schritt mit einer sparsamen Mittelverwendung – bei Kosten von kaum 40.000 Euro jedoch wenig glaubwürdig wie Liste-JETZT-Sozialsprecherin Daniela Holzinger meint: „Wenn man sieht, wie leichtfertig in türkis-blauen Ministerien Millionen verschleudert werden, ist klar, dass das Kostenargument reine Augenauswischerei ist. Vielmehr geht es darum, sich unbequeme Fragen und noch unbequemere Antworten zu ersparen.“

Holzinger: Wer nichts weiß, „darf“ alles glauben.

Das Thema werfe laut Holzinger jedoch generell ein Schlaglicht auf das schiefe Verhältnis von Wissenschaft und Politik: „Was wir aktuell unter Türkisblau erleben, ist sicherlich eine ‚neue Qualität‘ der Vereinnahmung und Bevormundung der Wissenschaften. Neu ist es jedoch nicht. Schon unter den Vorgängerregierungen war nur jene Studie eine gute Studie, die das eigene Weltbild und das eigene Programm bestätigte. Das aber hat mit wissenschaftlicher, evidenzbasierter Arbeit wenig zu tun. Nur freie und unabhängige Universitäten und Forschungseinrichtungen sind dazu in der Lage, uns als Gesellschaft weiter zu bringen und das gilt es nach Kräften zu fördern“, findet Holzinger abschließend.