Am heutigen Welt-Down-Syndrom-Tag gab es ein Pressegespräch mit Johanna Ortmayr, Präsidentin von Down-Syndrom-Österreich, die selbst das Down-Syndrom hat, und Behindertenanwalt Dr. Hansjörg Hofer. In diesem Gespräch wurden viele Forderungen angesprochen, die auch von JETZT-Sozialsprecherin Daniela Holzinger unterstützt werden: „Menschen mit Down-Syndrom ist es ein besonderes Anliegen, dass sie ernst genommen werden, dass ihnen zugehört wird und sie nicht bemitleidet werden. Johanna Ortner kann als Präsidentin von Down-Syndrom-Österreich zurecht stolz darauf sein, dieses Amt auszuüben und mit 12 FreundInnen und KollegInnen so wichtige Forderungen aus den Bereichen Arbeitsmarkt, Gesundheit und Wohnen formuliert zu haben, die auch ich vollends unterstütze.

Barrieren müssen von der Politik, aber auch in den Köpfen der Menschen abgebaut werden

Menschen mit Down-Syndrom zeigen täglich, dass sie tolles leisten können und daher ist die Politik gefordert, vorhandene Barrieren abzubauen, eine bessere Bildung und Ausbildung zu gewährleisten, die Integration auch am „1. Arbeitsmarkt“ zu fördern und eine eigenständige Absicherung in der Sozialversicherung zu ermöglichen. Da Menschen mit Down-Syndrom, aber auch Menschen mit anderen Behinderungen, mindestens genauso motiviert und leistungsbewusst sind, sollte ihnen auch ein Lohn anstatt eines Taschengeldes zustehen, wenn sie in Werkstätten tätig sind. Denn auch das ist ein wichtiger Schritt, um die Barrieren, die in den Köpfen vorhanden sind, abzubauen. Johanna Ortmayr hat heute gesagt: ‚Wir sind etwas langsamer – aber dennoch klug‘, und daher sollte die Politik hier bestmöglich unterstützen!“

Daniela Holzinger hat auch einige Anträge eingebracht, die diese Themen behandeln: „Ich möchte eine verbesserte aktive Beschäftigungsförderung mit einer Ausweitung der Beschäftigungspflicht und einer Einführung eines Prämien- bzw. Taxen-Systems für Betriebe, die Menschen mit Behinderung einstellen. Weiters fordere ich einen verbesserten Zugang zum Arbeitsmarkt anstatt ungewollter Arbeitsunfähigkeit und einen Ausbau der persönlichen- sowie beruflichen Assistenz. Ich hoffe dabei auf breite Unterstützung, denn meine Anträge liegen bereits vor!“