„Wenn Wahlkarten zur EU-Wahl einfach nicht ankommen, weil das Digitale Amt einen Fehler hat, müssen doch alle Alarmglocken bei den Verantwortlichen schrillen“, sagt Stephanie Cox, Digitalisierungssprecherin vom Parlamentsklub JETZT, als Reaktion auf die STANDARD-Meldung vom 7. Mai, dass 602 Wahlkartenanträge, die über das Digitale Amt eingereicht wurden, nicht beim zuständigen Wahlreferat in Wien angekommen sind.

„Das ist kein Hoppala, das ist ein fahrlässiger Fehler, der das Wahlrecht von ÖsterreicherInnen beschneidet“, hält Cox fest. Sie will der Sache auf den Grund gehen und bringt in den kommenden Tagen eine parlamentarische Anfrage an die verantwortliche Ministerin Schramböck ein. „Ich will vor allem wissen, wie es sein kann, dass den Zuständigen der Fehler erst durch die Nachfrage eines Users aufgefallen ist.“

In der Plenarsitzung Ende März hatte Schramböck im Rahmen einer Fragerunde noch gesagt, dass ein eigenes Testteam und mehrere SicherheitsexpertInnen dafür sorgen würden, dass das Digitale Amt reibungslos läuft.

„Demokratie ist kein Spielplatz für Testläufe. Frau Schramböck hat eine Behördenapp vorgestellt, kein österreichisches Candy Crush“, unterstreicht Cox ihre Kritik.