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Misswirtschaft in Österreich – mehr als ein Einzelfall

Fälle von Misswirtschaft sind natürlich Ausrutscher oder seltene Missetaten. Deshalb ist es babyleicht, sie aufzuzählen. Hypo, Buwog, Bawag. Doch dann kommen neue und dann wieder welche. Und wir vergessen die alten.

Diese Seite bleibt an Menge und Länge der Fälle stets fassbar und wird laufend aktualisiert. Auf Fragen wie „Wer war nochmal beim Linzer Terminal Tower involviert?“ oder „Was hat Michael Tojner mit dem Dorotheum zu tun?“ gibt sie kompakte Antworten. Die Frage „Wo woa mei Leistung?“ kann sie leider nicht beantworten.

Und für alle Fälle – schreiben Sie uns an aufdecken@nr-klub.jetzt

Das Krankenhaus Nord wurde um eine Milliarde teurer als geplant. Ein exemplarischer Fall Wiener Misswirtschaft. Hier wurde nicht nach wirtschaftlichen Kriterien, sondern über Seilschaften entschieden. Die 95.000 Euro, die für einen Energetiker bezahlt wurden, der einen Schutzring um das Krankenhaus legen sollte, oder die 800.000 Euro für die Wartung des Bauzauns sind nur zwei bizarre […]

Steinhof

Über dem bekannten Jugendstilareal von Otto Wagner auf den Steinhofgründen kreisen seit Jahren die Immobiliengeier. Sie warten darauf, die historische Substanz in Stücke zu reißen und profitabel zu verwerten. Und sie haben damit bereits…

Heumarkt

2008 wurde von der öffentlichen Hand ein Grundstück am Wiener Heumarkt für 4,2 Mio. Euro verkauft. Viel zu billig. Der Rechnungshof kritisierte das Geschäft scharf und meinte, der Verkauf durch den Stadterweiterungsfonds hätte so nie stattfinden…

Krieau

Für die Einen ist der Prater eine grüne Lunge, für andere eine gewinnbringende Fläche. Im Juni 2013 schlägt der Falter Alarm. Ein Teil der Trabrennbahn in der Krieau soll verbaut werden.[1] Das Unglück hatte sich schon 2004 angekündigt,…

Belvederestöckl

Als werde die Geduld der UNESCO und der Anrainer im ersten Bezirk nach dem Heumarkt-Fiasko und der Zerstörungen von historischen Dachböden nicht genug in Anspruch genommen, hat die Stadt Wien 2018 ein weiteres höchst umstrittenes Bauprojekt…

Der Stadterweiterungsfonds

Hunderttausende Euros aus öffentlichen Geldern an eine kirchliche Geheimorganisation, an die Kollegen, die eigene Firma, die Parteifreunde. Immobilien, die für einen Bruchteil ihres Werts „privatisiert“ werden. Als Draufgabe päpstliche…

Wer zahlt schafft an

Demokratien, in denen Parteien von Großspendern finanziert werden, wandeln sich nach und nach in eine Herrschaft der Reichen um. Die Einflussnahme auf die Politik funktioniert dabei möglichst unauffällig. Spender haben wenig Interesse, ihre Namen in der Zeitung zu lesen.

Cum/Ex-Deals

Beim Cum/Ex-Deal[1] handeln mehrere Beteiligte rund um den Stichtag, an dem die Dividenden ausbezahlt werden, Aktien im Kreis. Dabei wird der Staat getäuscht. Milliardenbeträge werden rückerstattet, die nie einbezahlt worden waren.

Panama-Papers

Panama ist bekannt für seinen Kanal, für seine zahllosen Briefkastenfirmen und eine enorme Dichte an Anwaltskanzleien.

Die Tangas der Sicherheitsdruckerei

Nachdem die Österreichische Banknoten- und Sicherheitsdruckerei (OeBS), eine Tochter der Nationalbank, mit dem Druck der Euronoten nicht aus den roten Zahlen kommen wollte, mussten Exportaufträge lukriert werden.

Vienna Capital Partners in Crime

Die Firma Vienna Capital Partners (VCP) hat viele millionenschwere Beratungsaufträge von der Hypo erhalten.

Dorotheum unterm Hammer

2001 wurde das altehrwürdige Wiener Auktionshaus Dorotheum privatisiert.

Das teilen wir uns auf…

Ein Tonband verschaffte 1995 seltene Einblicke in die Welt der Waffenhändler.

Die Vermittlung der Brehmstraße

Ende 2010 durchsuchten Beamte die Döblinger Villa des Lobbyisten und Vermittlers Walter Meischberger und fanden eine auffällig hohe Honorarnote.

Das Birnbacher Gutachten

Für die schwer angeschlagene Kärntner Landes-Hypothekenbank wurde 2007 endlich ein Käufer gefunden: Die Bayerische Landesbank.