Die Nachricht, Andreas Pilsl könnte Innenminister werden, stößt bei der Liste JETZT auf schärfste Ablehnung. Pilsl hat seine politische Ausbildung von Ernst Strasser erhalten. Im Jahr 2006 war er maßgeblich daran beteilig, vom Ministerkabinett aus die BAWAG-Aktion vor den Nationalratswahlen gegen die SPÖ zu steuern. Ein parlamentarischer Untersuchungsausschuss klärte damals detailliert die dubiose Rolle von Pilsl. Peter Pilz liegen auch vier „Strasser-E-mails“ vom 18. Jänner, 23. Jänner und vom 1. Februar 2003 vor, die die Rolle Pilsl in der Parteibuchwirtschaft der ÖVP im Innenministerium belegen.

Pilz appelliert an Kanzlerin, Innenministerium vor ÖVP zu schützen

„Die Installierung Pilsls als Innenminister ist der Versuch der ÖVP, das Innenministerium von der FPÖ wieder zurück in den Besitz der eigenen Partei zu bringen. Sollte Pilsl zum Innenminister ernannt werden, bleibt nichts anderes übrig, als den nächsten Misstrauensantrag gegen ein Regierungsmitglied zu stellen. Ich gehe davon aus, dass die neue Bundeskanzlerin das Innenministerium erfolgreich vor dem Zugriff durch eine politische Partei schützen wird“, sagt Peter Pilz.