„Strache habe ‚zwar nie unsere Blutgruppe gehabt’ aber im stillen Kämmerlein hat er den großen Nationalsozialisten gespielt‘“, das soll Gottfried Küssel laut dem heutigen Standard in einem Interview mit der deutschen Zeitschrift N.S. Heute über die Tätigkeit Straches Ende der 1980-er Jahre gesagt haben. Küssel weiter: „Da gab es einige lustige Auftritte, über die will ich jetzt aber nicht reden, vielleicht brauchen wir das noch einmal.“ Peter Pilz versteht die Küssel-Äußerungen als „offene Drohung an den Vizekanzler.“ Daher fordert er Strache auf: „Herr Vizekanzler, legen Sie offen, was Küssel gegen Sie in der Hand hat.“

Pilz fordert von der „FPÖ-Historikerkommission“ und ihrem Leiter Prof. Brauneder eine sofortige Untersuchung der Verstrickung von Strache in die Neonazi-Szene. Pilz schließt mit einem Appell an den Bundeskanzler: „Ich fordere Sie auf, schnell zu klären, wieweit ein Vizekanzler, der öffentlich von Neonazis unter Druck gesetzt wird, noch handlungsfähig ist.“

Pilz erwartet vom Bundeskanzler einen Bericht an den Nationalrat und wird dazu an Bundeskanzler und Vizekanzler Anfragen einbringen.