Liste Pilz: Auswirkungen von Glyphosat auf Gesundheit und Umwelt dürfen nicht mehr hinter geheimen Studien versteckt werden

„Die Hinweise der gesundheits- und umweltschädigenden Auswirkungen von Glyphosat auf Mensch und Umwelt verdichten sich und können nicht mehr ignoriert werden“, meint der Klubobmann der Liste Pilz, Bruno Rossmann. Wie von Global 2000 bei der heutigen Pressekonferenz hervorgehoben, besteht dringender Handlungsbedarf von Seiten des österreichischen Ratsvorsitzes.

„Wenn Glyphosat weiterhin verwendet wird, riskieren wir, dass das natürliche Gleichgewicht der Umwelt nachhaltig zerstört wird. Es wäre bedenklich, wenn wir in Zukunft unsere Feldfrüchte mit Drohnen bestäuben müssten, weil wir die natürlichen Bestäuber ausgerottet haben. Stattdessen muss die nachhaltige Landwirtschaft der Zukunft im Einklang mit dem Ökosystem arbeiten und dieses nicht rücksichtslos, mit beiden Augen auf den Profit gerichtet, zerstören“, betont Rossmann.

„Es ist unerlässlich, dass in Zukunft EU-Agrarpolitik im Interesse der Menschen und nicht der Agrar-Lobby gemacht wird“, sagt Rossmann und fordert zukunftsorientierte Handlungen der österreichischen Bundesregierung: „Aufgrund der sich verdichtenden Hinweise, dass Glyphosat sowohl enorm gesundheitsschädigend ist, als auch das Ökosystem zerstört, ist es nur eine Frage der Zeit bis die Politik nicht mehr die Augen vor der Realität verschließen kann. Österreich hat noch die Chance, bei der Wende zu einer Landwirtschaft im Einklang mit dem Ökosystem eine Vorreiterrolle zu spielen. Dies hätte auch zur positiven Folge, dass Österreich einen Erfahrungsvorsprung bei Alternativen zu Glyphosat erarbeitet.“

Rossmann fügt hinzu: „Der österreichische Ratsvorsitz hätte nun die Möglichkeit, wirkliche Fortschritte in diesem Bereich zu erzielen. Vor allem geht es darum, Zulassungsverfahren transparenter zu gestalten. Bürgerinitiativen wie ‚Stop Glyphosat‘ zeigen, dass die Bevölkerung sich nicht mehr von der durch die Agrar-Lobby geleiteten Politik täuschen lässt und mehr Transparenz fordert. Studien, die für oder gegen eine Zulassung plädieren, müssen offengelegt und von objektiven Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern durchgeführt werden. Wenn diese Studien nicht veröffentlicht werden, gibt es einen guten Grund dafür: sie wurden erstellt, um die Bevölkerung zu täuschen und das Zulassungsverfahren zugunsten der Agrar-Lobby zu drehen. Wir dürfen aber nicht zulassen, dass weiterhin Politik gegen die Menschen, die Gesundheit und die Umwelt gemacht wird.“