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Die Zustände in Österreichs Tierfabriken sind nicht besser als in der EU, sondern bestenfalls mittelmäßig. Bei Mastschweinen ist Österreich sogar das Schlusslicht in Europa. Dieses tierquälerisch hergestellte Massentierhaltungsfleisch landet noch dazu zu 27 Prozent (!), also zu über einem Viertel, in der Mülltonne! Diese horrende Zahl stammt von den Supermärkten selbst. Sie wird durch eine Veröffentlichung des Climate Change Centre Austria bestätigt, das als eine der dringendsten Maßnahmen gegen den Klimawandel empfiehlt, den hohen Anteil an Wegwerffleisch drastisch zu reduzieren.

Um diesen Missstand deutlich zu machen, präsentierte heute der unabhängige Kandidat für Tierschutz und Klimaschutz der Liste JETZT, DDr. Martin Balluch, auf der Mariahilferstraße in Wien einen Mistkübel voller Fleisch aus den Mülltonnen der Supermärkte.

Liste JETZT Kandidat für Tierschutz, DDr. Martin Balluch, zeigt der Öffentlichkeit einen Mistkübel voller abgelaufenem Fleisch aus den Mülltonnen der Supermärkte

Balluch und die Liste JETZT Abgeordnete zum Nationalrat, Daniela Holzinger, BA, sind sich einig: „Das ist ein Skandal! Mehr als jedes vierte Tier leidet und stirbt in den Tierfabriken für die Mülltonne! Es ist notwendig, hier Schritte zu setzen, um dieses völlig sinnlose Sterben drastisch zu reduzieren! Den Tieren zuliebe, aber auch für das Klima. Immerhin ist die Tierproduktion zu etwa 30 Prozent eine der Hauptursachen für den Klimawandel. Und wenn dann zu über einem Viertel nur für die Mülltonne produziert wird, ist das ein unmittelbares Einsparungspotenzial, das genutzt werden muss!“

Abgeordnete Holzinger zeigte zudem in der letzten Sitzung des Nationalrates auf: „Auch die Massentierhaltung in der industriellen Tierindustrie ist eine ungeheure Qual für Tiere und stellt eine große Belastung für die Umwelt und das Klima dar. Dass die FPÖ im Parlament stets alle Anträge zur Verbesserung des Tierschutzes und damit auch Verbesserungen im Sinne des Klimaschutzes ablehnt zeigt, dass ihnen am Wohlergehen von Mensch und Tier nicht viel gelegen ist.“

Der Klubobmann und Umweltsprecher von JETZT, Bruno Rossmann, zu den Aussagen von Vizekanzler HC Strache zum Klimawandel: „Kein ernsthafter Wissenschaftler zweifelt mehr daran, dass der Mensch schuld an der Erderhitzung ist, doch Vizekanzler Strache folgt dem Vorbild Trumps und erfindet seine eigene Realität.“ Und weiter: „Der FPÖ-Chef soll nur einen renommierten Klimawissenschaftler nennen, der seine Aussagen stützt – das wird ihm nicht gelingen. Es gibt mittlerweile eine kaum mehr überschaubare Zahl an Studien, die den vom Menschen verursachten Klimawandel eindeutig belegen. „Entweder fehlen dem österreichischen Trump Strache die intellektuellen Fähigkeiten, um die drohende Katastrophe zu begreifen oder er leugnet die Fakten aus reinem politischen Kalkül. Beides ist schlimm. Ich frage mich, wie der Vizekanzler seinen Kindern noch in die Augen schauen kann.“ 

Während die Weltgemeinschaft in Katowice um einen gemeinsamen Plan zur Stabilisierung des Weltklimas ringt, zweifelt der Vizekanzler am menschlichen Anteil an der Klimaerhitzung

Rossmann: „Vizekanzler Strache hat nicht begriffen, dass dieses Thema viel zu wichtig ist, um es für politisches Kleingeld und Kalkül zum Machterhalt zu missbrauchen. Außerdem geht es um viel Geld: Weltweit wird der ungebremste Klimawandel pro Jahr 3.500 Mrd. US-Dollar kosten – 5 % des weltweiten BIP. Um einen Klimakollaps abzuwenden, sind Investitionen allerdings „nur“ in Höhe von 500 Mrd. pro Jahr notwendig. Die Regierung steuert mit Ihrer Politik auf einen ungebremsten und damit extrem teuren Klimawandel zu – offenbar gewollt, wie die Aussagen des Vizekanzlers zeigen.“ Rossmann abschließend: „Ich fordere daher den Vizekanzler auf, endlich zur Vernunft zu kommen und die in jeder Hinsicht gesellschafts-, sozial- und klimafeindliche Politik zu beenden. Und ich fordere die Umweltministerin Elisabeth Köstinger auf, Stellung zu beziehen. Wie will sie in Katowice für die EU ernsthaft verhandeln, wenn sie zuhause mit einem Klimaleugner in einer Regierung sitzt?“