Ali Wajid muss wieder in sein zu Hause nach Salzburg gebracht werden

Die Menschenrechtsprecherin der Liste JETZT, Alma Zadic, ist sehr beunruhigt über das Schicksal des Salzburger Lehrlings Ali Wajid. Nach einem siebenmonatigem Kirchenasyl in Salzburg wurde er gestern Donnerstag bei einer routinemäßigen Meldung auf der Rathaus-Wachstube in der Altstadt von der Polizei einbehalten. Nun sitzt er in Wien in Schubhaft.

„Der Umgang mit schutzsuchenden Menschen hat einen weiteren Tiefpunkt in der österreichischen Asylpolitik erreicht. Die Vorgehensweise des Innenministers ist höchst gefährlich – mit der Abschiebung nach Pakistan droht Ali Wajid der Tod. Ich fordere daher eine sofortige Neuüberprüfung der Asylgründe im Fall von Ali Wajid und außerdem, dass er wieder in sein zu Hause nach Salzburg gebracht wird“, so Alma Zadic.

„Wenn es sich hierbei um die von Kickl oftmals erwähnte Kreativität bei Abschiebungen handelt, dann ist sein Handeln grob fahrlässig. Die EMRK regelt in Artikel 3 ganz klar: ‘Niemand darf der Folter oder unmenschlicher oder erniedrigender Strafe oder Behandlung unterworfen werden.’ – Dies gilt es zu befolgen, auch von der österreichischen Bundesregierung. Kickl will hier nur seine eigene Abschiebestatistik verbessern, am Rücken von Menschen, deren Leben in Gefahr ist”, kritisiert die Menschenrechtssprecherin.