Vilimsky als FPÖ-Spitzenkandidat für die EU-Wahlen nicht mehr länger tragbar

„Die gestrige Drohung von FPÖ-Spitzenkandidat Vilimsky gegen ORF-Reporter Wolf vor laufender Kamera ist eine absolute Grenzüberschreitung, nach der wir nicht einfach so zur Tagesordnung übergehen können. Dass ein Vertreter einer Regierungspartei einem Journalisten droht, weil ihm die gestellten Fragen nicht gefallen, kennen wir sonst nur aus autoritär regierten Ländern. Das ist ein weiterer FPÖ-Angriff auf kritische JournalistInnen, die sich nicht der Message-Control von ÖVP und FPÖ unterordnen wollen. Bundeskanzler Kurz und Medienminister Blümel müssen Vilimsky zur Raison rufen. Ein solches Verhalten darf nicht ohne Konsequenzen bleiben. Denn unabhängiger Journalismus, kritische NGOs und eine aktive Zivilgesellschaft sind die Basis jeder Demokratie und gehören zu den Grundwerten unserer europäischen Gesellschaft. Wir werden uns mit aller Entschiedenheit für unsere Demokratie einsetzen, wenn die Bundesregierung kritische Berichterstattung und öffentliche Diskussion unterbindet“, sagt Alma Zadic, Menschenrechtssprecherin von JETZT, und weiter: „Nach diesem Angriff auf die Pressefreiheit ist Vilimsky als FPÖ-Spitzenkandidat für die EU-Wahlen nicht mehr länger tragbar.“