Der heute veröffentlichte Rechnungshofbericht beschäftigt sich mit inklusivem Unterricht, bei dem Kinder mit einer psychischen oder physischen Beeinträchtigung mit Kindern ohne Beeinträchtigung unterrichtet werden. Der Rechnungshof kritisiert dabei vor allem, dass eine Gesamtstrategie zur Umsetzung des inklusiven Unterrichts fehlt und die Finanzierung unklar geregelt ist.

„Wir dürfen im Bildungsbereich keine Rückschritte machen. Das Regierungsprogramm hat sich zum Ziel gesetzt, Sonderschulen zu stärken und fördert damit, dass benachteiligte Kinder einfach in diese abgeschoben werden, anstelle des vernünftigen Versuchs, sie mittels inklusivem Unterrichts zu integrieren. Zusätzlich zu dieser Abwertung des inklusiven Unterrichts, kämpft er einerseits mit finanzieller Ungewissheit und andererseits mit einer fehlenden Gesamtstrategie. Die Segregation der SchülerInnen über Sonder- und Regelschule führt leider oft zu irreversibler Stigmatisierung, insbesondere bei Kindern mit leichten Beeinträchtigungen oder lediglich Verhaltensauffälligkeiten. Das führt zu nie endenden Problemen im weiteren Leben der Betroffenen“, kritisiert Wolfgang Zinggl, Klubobmann von JETZT.