Der Europäische Gerichtshof urteilt, dass es ein Interesse der Öffentlichkeit daran gebe, über Toxizität und die krebserregende Wirkung des Wirkstoffs Glyphosat Bescheid zu wissen. Der Zugang zu diesen Informationen sei notwendig und muss nach der Entscheidung des Gerichts nun auch gewährt werden. Wolfgang Zinggl, geschäftsführender Klubobmann und Landwirtschaftssprecher von JETZT: „Mit diesem Urteil ist ein entscheidender und wichtiger Schritt im Kampf gegen giftige Chemikalien in der Landwirtschaft gelungen. Mit dem Urteil hat der Gerichtshof klargemacht, dass die Interessen der Öffentlichkeit und Fragen der Gesundheit wichtiger sind, als reine Geschäftsinteressen von einzelnen Konzernen.“ Zinggl weiter: „Zulassungsverfahren müssen transparent ablaufen. Es kann nicht sein, dass der Öffentlichkeit Informationen über das Krebsrisiko einzelner Wirkstoffe einfach verwehrt werden!“

Wolfgang Zinggl erfreut über wichtigen Schritt im Kampf gegen Glyphosat

„Wir müssen den Einsatz von Pestiziden in der Landwirtschaft auf ein absolutes Minimum reduzieren. Nicht immer ist das einfachste Mittel zur Bekämpfung von Schädlingen auch das beste. Vor allem dann nicht, wenn es unsere Gesundheit und in letzter Konsequenz ganze Ökosysteme gefährdet,“ so Zinggl. Der Klubobmann fordert daher: „Der EuGH hat den Weg vorgezeigt. Nun ist die Bundesregierung an der Reihe, den nächsten Schritt zu tun und eine nachhaltige Landwirtschaft in Österreich umzusetzen. Dazu gehört ein Verbot von Glyphosat ebenso wie ein Aktionsprogramm zum Schutz unserer Insektenpopulationen. Beides kann sofort getan werden. Entsprechende Entschließungsanträge von JETZT werden beim kommenden Landwirtschaftsausschuss am 14. März behandelt. Die Regierung kann jetzt beweisen, ob sie ihren großen Worten auch Taten folgen lässt.“ Zinggl abschließend: „Wir laden die zuständige Ministerin ein, diese wichtige Herausforderung unserer Zeit mit uns – der Opposition – gemeinsam zu bewältigen.“