Lange hat Kulturminister Gernot Blümel seine Pflicht ignoriert, das UNESCO Weltkulturerbe der Stadt Wien zu schützen. Er ist wesentlichen Fragen aus dem Weg gegangen und hat Gutachten vor der Öffentlichkeit verheimlicht. Erst vor wenigen Wochen, als JETZT-Kultursprecher Wolfgang Zinggl ein Gutachten bei Prof. Theo Öhlinger in Auftrag gegeben hat, das eindeutig die Handlungspflicht des Ministers belegt, ist der Minister unter Druck geraten.

Der jahrelange Kampf Zinggls scheint sich nun endlich bezahlt zu machen. Blümel hat in der gestrigen Nationalratssitzung zum ersten Mal öffentlich zugestanden, dass er die lange von Zinggl geforderten rechtlichen Schritte gegen die Stadt Wien einleiten wird, wenn der in Kürze erwartete Abschlussbericht der UNESCO zeigt, dass weiterhin die Gefahr besteht, das Welterbe zu verlieren. Zinggl: „Seit Amtsantritt der Regierung weisen wir den Minister auf seine verfassungsrechtlichen Pflichten hin. Endlich ist er sich deren bewusst geworden und hat sein Einschreiten angekündigt.“

Denn das Ergebnis des Abschlussberichts ist für Zinggl längst klar: „Es gibt ja bereits drei Gutachten, die eindeutig festhalten, dass das Hochhaus am Heumarkt nicht mit dem UNESCO Weltkulturerbe vereinbar ist. Der Abschlussbericht der UNESCO wird nicht abweichen. Die Wienerinnen und Wiener können aufatmen, unsere oppositionelle Arbeit steht kurz vor einem Erfolg.“