Der heute öffentlich gemachte Vorstoß der Regierung zum Wohnungsgemeinnützigkeitsgesetz ist für JETZT-Bautensprecher Wolfgang Zinggl ein Lehrbeispiel türkis-blauen Stils: „Kaum eine Österreicherin oder ein Österreicher wird bessergestellt. Es soll einmal mehr lediglich das Gefühl vermittelt werden, dass Nicht-Österreicher schlechter gestellt werden.“

Zentral ist für Zinggl, dass der erleichterte Erwerb nach wie vor eine Frage der grundsätzlichen Leistbarkeit bleibt: „Gerade die schlechter Verdienenden werden sich eine Eigentumswohnung auch mit der Reform der Regierung nicht leisten können. Das durchschnittliche Nettoeinkommen von 1900 Euro pro Monat lässt nicht viel Spielraum. Wer davon trotzdem 300 Euro weglegen kann, müsste 50 Jahre lang auf Sparflamme leben, um an seinem Lebensende eine Genossenschaftswohnung sein Eigen nennen zu können. Die Regierung muss die steigenden Mietpreise unter Kontrolle bringen, die in der Regel 40 Prozent der Löhne wegfressen und mitbeteiligt sind an der wachsenden Armut im Land.“