Wolfgang Zinggl, Klubobmann von JETZT, sieht einen dringenden Handlungsbedarf der Regierung und Gesundheitsministerin Hartinger-Klein: „Es braucht eine klare und einheitliche Neuregelung und die Zurverfügungstellung von Vertragspsychotherapeuten als Kassenleistung. Das derzeitige System führt zum Teil zu hohen Selbstbehalten und bürokratischen Hürden, die gerade von psychisch Erkrankten oft nicht zu bewältigen sind. Psychische Erkrankungen heilen selten ohne Behandlung. Ohne Hilfe verschlechtern sich die Zustände der Betroffenen bis hin zur Invaliditätspension. Das verursacht immense Kosten und die Zahlen zeigen, dass eine Besserung in diesem Stadium quasi ausgeschlossen ist.

Der heute vorgelegte Rechnungshofbericht zeichnet ein düsteres Bild über die psychische Gesundheit der Bevölkerung

Die Regierung sollte daher die ‚Krankenkassenreform‘ endlich zu einer solchen machen. Wir kennen ähnliche Defizite ja auch bei Zahnerkrankungen. Die ausbleibende Reform führt zu volkswirtschaftlichen Schäden unabhängig von jeder Kassenzusammenlegungspolitik. Die Versicherten zahlen ein und erhalten keine angemessene Leistung.“