Der Landwirtschaftssprecher von JETZT, Wolfgang Zinggl, begrüßt den Vorschlag von Ministerin Köstinger, EU-Agrarförderungen an Tierwohlstandards zu binden. Grund dafür war der Import großer Mengen von billigen und von der EU geförderten Geflügelfleischs aus der Ukraine „Die Liste JETZT hat die Ministerin bereits vor ein paar Wochen auf diesen Missstand hingewiesen und wir freuen uns, dass sie unsere Kritik ernstgenommen hat. Es kann nicht sein, dass ukrainisches Billighühnerfleisch unter Umgehung sämtlicher Vorschriften als EU-Produkt auf den österreichischen Tellern landet. Die heimischen Landwirte sind diesem Preisdruck schutzlos ausgeliefert und können daran zugrunde gehen.“

Ankündigungen der Ministerin müssen Taten folgen – JETZT bringt Entschließungsantrag ein

„Wir werden der Ministerin die Gelegenheit geben, ihren Ankündigungen Taten folgen zu lassen und werden, wie schon Anfang April angekündigt, einen Entschließungsantrag einbringen, der diesem gesetzlich gedeckten Betrug einen Riegel vorschiebt“, kündigt Zinggl an und weiter: „Die Ministerin muss unsere heimische Landwirtschaft schützen und auch auf EU-Ebene Haltung zeigen. Die Konsumentinnen und Konsumenten brauchen Transparenz, damit sie wissen, woher das Hühnerfleisch kommt. Dazu braucht es eine umfassende Kennzeichnungspflicht von tierischen Produkten auch in der Gastronomie, in Kantinen, in Seniorenheimen, Schulen und vielen weiteren öffentlichen Einrichtungen. Unser Entschließungsantrag sieht daher vor, dass eine weitreichende Kennzeichnungspflicht rasch umgesetzt wird.“