Die heutige Ankündigung des Kulturministers Gernot Blümel und des Nationalratspräsidenten Wolfgang Sobotka, das Haus der Geschichte als Haus der Republik in die Eigenständigkeit zu führen, löst beim Kultursprecher der Liste Pilz, Wolfgang Zinggl, Skepsis aus:

„Diese Ankündigung ist widersprüchlich: Die Loslösung von der Nationalbibliothek soll die Eigenständigkeit ermöglichen, gleichzeitig wird das Haus an das Parlament angebunden. Daraus ergibt sich keine Unabhängigkeit, es wird nur die Abhängigkeit von einer Instanz an eine andere übertragen. Und das ist mitnichten eine Verbesserung: Denn damit wird die Programmierung des Hauses und die Darstellung unserer Geschichte fortan an politische Mehrheitsverhältnisse geknüpft. Solange es keine gesetzliche Regelung gibt, die das Haus der Republik aus der tagespolitischen Einflussnahme befreit, ist die wissenschaftliche Unabhängigkeit der Institution nicht gewährleistet.“

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